Hände weg von Kobanê und Rojava

Seit Wochen greift die islamistische Regierung in Damaskus kurdische Stadtteile in Aleppo sowie kurdische Selbstverwaltungen an. Nachdem es in den vergangenen Tagen Verhandlungen zwischen SDF und der HTS gab, sind diese gescheitert und die HTS Milizen haben das Kanton Kobanê in der selbstverwalteten Region Rojava eingekreist. Berichten zufolge wirft die türkische Armee Drohnen ab. Weitere Angriffe erfolgen und werden andauern.
Die syrische „Übergangsregierung“ sind Islamisten rund um den Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa (auch bekannt als „Dscholani“), die mit Unterstützung der USA die Macht nach dem Sturz des Assad Regimes an sich gegriffen haben. Weil die HTS seit dem Regimewechsel in Syrien die US-Interessen akzeptiert und verfolgt, wurde sie sogleich von der Terrorliste gestrichen.
Die neue Übergangsregierung will den Einfluss der kurdischen Kräfte in Syrien zurückdrängen und lasst dafür immer wieder kurdisch bewohnte Gebiete angreifen. Auch die beachtlichen Ölreserven will Damaskus unter seine Kontrolle bringen. Unterstützt werden sie von der türkischen Regierung, die die kurdische Opposition im In- und Ausland zerschlagen will.
Die jüngste Einbeziehung von Damaskus durch die USA in die Anti-IS-Koalition kappte den SDF (Syrian Democratic Forces – Demokratische Kräfte Syriens) endgültig den Zweig, an dem sie sich in ihrer US-Partnerschaft festgehalten hatten.
Die Bundesregierung verliert hierzu kein Wort. Im Gegenteil sie war mehrmals bei Dscholani zu Gast in Damaskus. Ein geplanter Besuch des ehemaligen al-Quaida Mitglieds in Berlin wurde kurzfristig von ihm verschoben.
Wir solidarisieren uns mit den Menschen in Rojava. Hände weg von Kobanê und Rojava
DIDF Bundesvorstand
