DIDF steht an der Seite der Betroffenen des Anschlags auf den CSD in Berlin

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Die Föderation Demokratischer Arbeitervereine (DIDF) ist bestürzt über den Anschlag, der gestern Abend auf den Berliner Christopher Street Day verübt wurde, bei dem eine Person getötet und mindestens 16 weitere verletzt wurden. Den Betroffenen und ihren Angehörigen spricht die DIDF in dieser schweren Zeit ihr Mitgefühl aus.

„Dieser Anschlag reiht sich ein in eine Dynamik steigender Hasskriminalität gegen queere Menschen in Deutschland“, so DIDF-Vorsitzende Alev Bahadır. „Die Zahl der Straftaten gegen Queere hat sich in Deutschland seit 2010 verzehnfacht – und dabei zeigen knapp 90 Prozent der Betroffenen tätliche Übergriffe nicht einmal an. Bedenklich ist bei dem Anschlag auch, dass er gleich zu Beginn der Pride Week stattfand und damit einen Angriff auf die queere Bewegung insgesamt bedeutet. Dem stellen wir uns als DIDF entschlossen entgegen.“

Ebenso stellt sich die DIDF der Instrumentalisierung dieses Anschlags zur Spaltung der Gesellschaft entgegen. Denn bereits jetzt ist abzusehen, wie rückschrittliche Kräfte versuchen werden, den Migrationshintergrund des Attentäters hervorzuheben, um erneut zur Hetze gegen migrantische Menschen auszuholen. „Es sind gerade jene Kräfte, die queere Menschen zu einem weiteren Feindbild erkoren haben und sie am liebsten Morgen schon unsichtbar machen würden. Sie sind Teil des Problems“, fügt Bahadır hinzu. Die CSDs in Deutschland finden deshalb unter dem Leitmotiv statt, gegen jene Kräfte Haltung zu zeigen.

Die DIDF ruft alle Menschen dazu auf, sich gegen die Angriffe auf unsere Mitmenschen zu stellen und sich solidarisch mit der queeren Bewegung zu zeigen. Bahadır dazu: „Was wir nun brauchen, ist nicht Angst, sondern Solidarität und Zusammenhalt. Lassen wir nicht zu, dass Anschläge auf Demonstrationen zur Normalität werden. Wir lassen uns nicht spalten!“